Am 23.September 2025 trafen sich die Teilnehmenden des Generationentreffs Ulm zum gemeinsamen Ausflug an den Bodensee zur Blütenpracht in Lindau-Reutin.
Bei trockenem, aber wolkenverhangenem Wetter machten sich die Frauen und Männer mit dem Wunsch „bitte keinen Regen!“, auf den Weg an den Bodensee.
Eine Teilnehmerin berichtet:
"In Lindau wurden alle herzlich vom Initiator,Herr Seufert, Herz und Kopf der Lindauer Dahlienschau, begrüßt. Der Grafiker und Dahliengärtner aus Leidenschaft begann 2002 mit nur 60 Dahlien in einem Schrebergarten. Daraus entwickelte sich ab 2006 ein wahres Dahlienparadies in Lindau-Reutin.
Heute gedeihen dort auf etwa 12.000 qm über 700 verschiedene Dahliensorten, die von Mitte August bis Ende Oktober zusammen mit Lindauer Schülern und freiwilligen Helfern gepflegt werden.
Wir spazierten durch den riesigen Garten, um die blühende Pracht in allen Regenbogenfarben zu genießen. Anschließend vermittelte uns Herr Seufert – humorvoll und kenntnisreich – viele spannende Informationen über die Dahlien.
Faszinierende Dahlienwelt
Wir erfuhren, dass Dahlien ursprünglich aus Südamerika stammen und schon bei den Azteken als Nahrungsmittel dienten. Heute gibt es 13 verschiedene Klassen – von einfach blühenden über Seerosen- und Kaktus-Dahlien bis hin zu Pompon- und Hirschgeweih-Dahlien.
Besonders faszinierend ist die Vielfalt. Jede aus Samen gezogene Dahlie überrascht mit neuen Formen und Farben – wie eine kleine Wundertüte der Natur. Ihre Sorten tragen fantasievolle Namen, die oft Persönlichkeiten oder Orten gewidmet sind, etwa Black Madonna, Charles de Gaulle oder Frau Luise Mayer. Während manche Dahlien eine Höhe von zwei Metern erreichen und Blüten mit bis zu 30 Zentimetern Durchmesser tragen, gibt es auch zahlreiche kleine Varianten.
Die offen blühenden Dahlien sind zudem ein wahres Paradies für Insekten. Bienen, Hummeln und Schmetterlinge finden hier im Herbst reichlich Nahrung, die sie anderswo kaum noch bekommen.
Nach so viel Wissen und Staunen freuten wir uns auf ein Picknickbuffet mitten im Dahliengarten.
Besonders schön war auch der Austausch mit bisher unbekannten Teilnehmern.
Gestärkt fuhren wir weiter nach Bad Schachen. Das traditionsreiche Hotel, dessen Ursprünge bis 1752 zurückreichen, beeindruckte uns ebenso wie das benachbarte Jugendstil-Parkstrandbad, ein architektonisches Juwel.
Im Lindenhofpark spazierten wir zwischen altem Baumbestand, durch Weinlaubengänge (mit Erlaubnis zum Naschen!), bis zur Villa Lindenhof. Hier wurde 1980 das Friedensmuseum gegründet, das 2001 zu den „Frieden Räumen“ erweitert wurde – ein Ort für Begegnung und Austausch.
Ausklang am See
Zum Abschluss kehrten wir im historischen Saal des Hotels Bad Schachen ein. Mit Kaffee, köstlichem Kuchen und Blick über den Bodensee ließen wir diesen wundervollen Tag ausklingen.
Pünktlich, als wir in den Bus stiegen, setzte der Regen ein – perfektes Timing für die Heimfahrt mit unserem zuverlässigen Fahrer. Ein gelungener Ausflug voller Natur, Kultur, neuen Begegnungen und Genuss, der uns noch lange in Erinnerung bleiben wird!"