Das Benefizkonzert des gemischten Chors der Gemeinde Ulm-West am 26. April 2026 war weit mehr als eine musikalische Darbietung – es wurde zu einer eindrucksvollen Reflexion über die Beständigkeit Gottes. Unter dem Titel „Unwandelbar bist du, o Herr“ gelang es den Mitwirkenden, eine musikalische Brücke über Jahrhunderte zu schlagen und dabei auch inhaltlich zu überzeugen.
Der Chor präsentierte sich homogen, mit gut ausbalancierten Stimmen und einer dynamischen Bandbreite, die den Raum eindrucksvoll füllte. Die achtmonatige Probenarbeit war deutlich spürbar. Das Programm verband alte geistliche Werke wie „Es mag sein, dass alles fällt" mit neueren Kompositionen wie „Ein feste Burg ist unser Gott", wobei ein fließender Spannungsbogen entstand – vom Flehen nach Beistand bis zum vertonten Angebot Gottes in „Make you feel my love".
Streichquartett, Klavier und Orgel fügten sich als gleichberechtigte Partner ein, besonders war das im Stück „In the Lord is my joy and my salvation“ zu spüren in denen sich Chor und Instrumente zu einem dichten, fast meditativen Klangraum verbanden. Manch ein Zuhörer genoss diese Momente mit geschlossenen Augen.
Die klare Botschaft des Abends: In Zeiten der Veränderung braucht es einen Fixpunkt – den unwandelbaren Gott. Dadurch entwickelte sich eine stille Eindringlichkeit, die das Publikum sichtlich berührte. Die Reaktionen am Ende – langer Applaus und spürbare Nachdenklichkeit – unterstrichen die Wirkung dieses Abends.
Dem Konzert zusätzliche Tiefe verlieh sein Benefizcharakter: Die Spenden kommen der Organisation „schwer okay" zugute, die Trauerevents für junge Erwachsene anbietet.
Ein Konzertabend voller Kontraste: mitreißend, gefühlvoll, nachhaltig - der zum Nachdenken einlud – und noch lange in Erinnerung bleiben wird.