Wie Jesus den Geldwechslern und Verkäufern im Tempel begegnete, stand im Mittelpunkt der Predigt von Apostel Volker Keck im Gottesdienst am Mittwochabend, 22.07.2026 in Ehingen, zu dem sich fünf Gemeinden versammelt hatten. Ein Priester trat nach langer kirchlicher Tätigkeit in der Gemeinde Ehingen in den Ruhestand und wurde vom Apostel verabschiedet.
Zu Beginn sang der gemischte Chor der Gemeinden Ehingen, Riedlingen, Schelklingen, Laupheim und Biberach " Gott ist die Liebe". Der Apostel wünschte allen Gottedienstbesuchern, dass sie die Liebe Gottes spüren sollten. Die Liebe sei keine Einbahnstraße, sagte er und rief alle dazu auf, das Doppelgebot der Liebe zu praktizieren.
Er tröstete diejenigen, die sich in Lebensituationen befänden, wo sie Gottes Liebe gerade nicht spüren würden mit der Zusage Jesu: " Und siehe, ich bin bei euch alle Tage, bis an der Welt Ende." (Matthäus 28, 20)
Als Jesus den Verkäufern und Geldwechslern im Tempel Einhalt geboten hatte, setzte er ein Zeichen. " Steht nicht geschrieben: »Mein Haus wird ein Bethaus heißen für alle Völker«? Ihr aber habt eine Räuberhöhle daraus gemacht."(Markus 11, aus 17) las Apostel Volker Keck aus der Bibel als Grundlage seiner Predigt.
Der Apostel sprach über den Begriff Bethaus und seiner Bedeutung. Er definierte die Kirche als den Ort der Begegnung mit Gott. Ein Jeder solle sich Gedanken darüber machen, wie und worüber er in der Kirche spreche. Ausserdem könne man mit Gott keinen Handel machen, oder mit ihm etwas aushandeln, Gott schenke den Gläubigen seine Liebe bedingungslos. Das Gebet im Gottedienst solle keine Routine werden, sondern in dem Bewusstsein der Nähe Gottes gesprochen werden. Zu dem verwendeten Begriff "Räuberhöhle" sprach Apostel Keck vom Gotteshaus als einer angsfreien Zone. Vor Gott brauche es kein Verstecken und keine Furcht. Auch wenn man bei gemachten Fehlern oder falschem Verhalten lieber im Dunkeln bleiben würde, so mache Gott in seinem Haus alles wieder hell und schenke Gnade im Heiligen Abendmahl.
Der Evangelist der Gemeinde Ulm-Ost wurde zum Predigbeitrag an den Altar gerufen.
In einer persönlichen Ansprache verabschiedete der Apostel einen Priester der Gemeinde Ehingen in den Ruhestand. Er hatte 36 Jahre verschiedene Aufgaben als Amtsträger in der Gemeinde erfüllt. Der Apostel legte seinen Dank und die Dankbarkeit der Gemeinde in die persönliche Ansprache zur Verabschiedung. Gott habe alles gesehen, was in der Vergangenheit gewirkt wurde, versicherte der Apostel und überreichte einen Blumengruß.
Viele Gottesdienstbesucher legten beim Abschied einen persönlichen Dank in den Händedruck des Priesters, der sich mit Apostel Keck, Apostel i.R. Bauer, und den Bezirksvorstehern vor den Altar gestellt hatte.