Apostel Volker Keck feierte am Donnerstag, 24. September 2026 einen Gottesdienst in Blaustein gemeinsam mit den Gemeinden Beimerstetten und Blaubeuren-Asch. Ein besonders emotionaler Teil des Gottesdienstes galt dem Wechsel der Gemeindeleitung. Der Vorsteher von Blaustein trat in den Ruhestand. Da sein Nachfolger der bisherige Leiter der Gemeinde Beimerstetten war, schloß der Apostel auch diese Lücke, mit der Beauftragung eines Priesters als Vorsteher für Beimerstetten.
Dem Gottesdienst in der Kirche Blaustein lag das Wort aus dem Johannes-Evangelium zugrunde: „Ihr seid schon rein um des Wortes willen, das ich zu euch geredet habe. Bleibt in mir und ich in euch. Wie die Rebe keine Frucht bringen kann aus sich selbst, wenn sie nicht am Weinstock bleibt, so auch ihr nicht, wenn ihr nicht an mir bleibt.“ (Johannes 15,3-4)
Apostel Volker Keck stellte das Bild vom Weinstock in den Mittelpunkt seiner Predigt. Jesus Christus sei der wahre Weinstock, die Glaubenden seien die Reben. Ihr Leben und ihr Wirken könnten Frucht tragen, wenn sie mit Christus verbunden blieben und aus dieser Verbindung Kraft schöpften. „Ohne mich könnt ihr nichts tun“, erinnerte der Apostel an Jesu Worte. Glaube und christliches Handeln seien daher nicht allein das Ergebnis eigener Anstrengung; entscheidend sei, die Nähe Christi zu suchen und in ihm verwurzelt zu bleiben.
Zur Einordnung erinnerte der Apostel an das Bild vom Weinberg im Propheten Jesaja: Trotz Pflege brachte dieser keine Frucht. Mit Jesus Christus, so führte der Apostel Keck weiter aus, werde das Bild neu auf den Weg gebracht: Wer mit ihm verbunden bleibe, könne gute Frucht hervorbringen. Diese Frucht werde im Wirken des Heiligen Geistes sichtbar – etwa in Liebe, Frieden, Freude, Sanftmut und Geduld. Die Gemeinde sei eingeladen, sich selbst zu fragen, welchen Raum sie dem Heiligen Geist gebe und wie diese Eigenschaften im Alltag erkennbar würden.
Auch Jesu Zusage, die Jünger seien „schon rein um des Wortes willen“, hob der Apostel hervor. Reinheit vor Gott sei nicht an äußere Rituale oder menschliches Urteil gebunden. Christus lade die Menschen zu sich ein; sein Wort, seine Gnade und die Vergebung der Sünden eröffneten ihnen den Zugang zu Gott. Daraus erwachse die Aufgabe, in Christus zu bleiben und die empfangene Liebe im Umgang miteinander weiterzugeben.
Apostel Keck sprach zudem über den Frieden Christi. Dieser sei mehr als ein vorübergehender Waffenstillstand: Jesus schenke einen Frieden, der das Herz stärken und Menschen auch in unruhigen Zeiten tragen könne. Diesen Frieden sollten die Gottesdienstteilnehmenden mit in ihren Alltag nehmen und selbst zu Friedensboten werden – in der Familie, am Arbeitsplatz, in der Schule, unter Nachbarn und in der Gemeinde. Der Apostel ermutigte dazu, füreinander zu beten und nicht nur auf sich selbst zu schauen, sondern dem Nächsten beizustehen.
Dank und Neubeginn in den Gemeinden
Ein besonderer Teil des Gottesdienstes galt dem Wechsel in der Gemeindeleitung. Der bisherige Vorsteher wurde nach mehr als 40 Jahren ehrenamtlicher Tätigkeit als Amtsträger in den Ruhestand versetzt. Seit August 2005 hatte er der Gemeinde Blaustein als Vorsteher gedient. Zuvor hatte er sich unter anderem in der Gemeinde Asch als Dirigent, Organist und Jugendleiter eingebracht. Apostel Keck würdigte seinen tiefen Glauben, seine Treue und seine gewissenhafte, demütige Art, für die Gemeinde da zu sein. Auch seiner Frau und der Familie galt der Dank für ihre langjährige Unterstützung. Für den Ruhestand wünschte er dem Seelsorger Gottes Segen, Gesundheit und Frieden.
Der bisherige Vorsteher der Gemeinde Beimerstetten, wurde als neuer Vorsteher der Gemeinde Blaustein beauftragt. Die Leitung der Gemeinde Beimerstetten übernimmt künftig ein Priester. Der Apostel ermutigte beide, den Gläubigen nahe zu sein, Seelsorge zu leisten und die Gemeinden im Vertrauen auf Christus zu begleiten. Die Glubensgeschwister bat er, ihre neuen Vorsteher herzlich aufzunehmen und in ihrem Dienst zu unterstützen. Maßstab ihres Wirkens solle sein, Menschen zusammenzuführen, Brücken zu bauen und sie auf dem Glaubensweg näher zu Jesus Christus zu führen.