Am 5. Juni erlebten zahlreiche Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus Ulm und den umliegenden Gemeinden einen unvergesslichen Natur- und Gemeinschaftstag, bei einem Ausflug nach Schloss Dennenlohe und an den Brombachsee in Mittelfranken.
Das Wetter zeigte sich nach den vorausgegangenen Unwettern von seiner besten Seite und bildete somit den idealen Rahmen für diese Tagesreise. Ziel des Ausflugs war das idyllisch gelegene Schloss Dennenlohe in Mittelfranken, eingebettet in einen beeindruckenden 26 Hektar großen Landschaftspark.
Ziel war das idyllisch gelegene Schloss Dennenlohe in Unterschwaningen, eingebettet in einen 26 Hektar großen Natur- und Landschaftspark. Die Anreise führte über immer schmaler werdende Straßen – so mancher fragte sich wohl, wohin die Reise geht. Doch die Überraschung war groß, als wir direkt im Herzen des kleinen Ortes eintrafen.
Dort wurden alle herzlich empfangen – sogar von einem prachtvoll stolzierenden Pfau – und erhielten exklusiven Zugang zum Privatgarten des Schlosses. Dieser ist normalerweise nur bei besonderen Anlässen oder in Begleitung von Schlossherr Robert von Süsskind zugänglich. Der „grüne Baron“, wie er oft genannt wird, führte uns mit viel Schnelligkeit und Leidenschaft durch die Geschichte und Entwicklung seines einzigartigen Gartens, der als einer der bedeutendsten Rhododendronparks Europas gilt.
Der Park von Schloss Dennenlohe beeindruckt mit einer außergewöhnlichen Pflanzenvielfalt: Über 3.000 seltene Pflanzenarten und -sorten sind hier beheimatet – darunter zahlreiche Rhododendren, Rosen, Stauden, Wildpflanzen, Heilkräuter und exotische Gehölze. Themengärten aus aller Welt – vom japanischen Teegarten bis zum persischen Garten – verleihen der Anlage einen einzigartigen Charakter. Jede Ecke des Parks erzählt eine andere Geschichte, jede Pflanze scheint bewusst platziert, um Schönheit, Ruhe und Staunen zu schaffen.
Nach der persönlichen Einführung begann ein ausgedehnter Spaziergang durch dieses botanische Wunderland: Vom barocken Lustgarten mit seiner imposanten Freitreppe am Schlossweiher führte der Weg in den geheimnisvollen Persischen Garten. Durch ein rundes Mondtor gelangten wir in den fernöstlich inspirierten Rhododendronbereich, vorbei an der roten Brücke, Fanny's Place und der steinernen Brücke.
„Viel Freude beim Entdecken“, verabschiedete sich Baron von Süsskind – und genau das nahmen sich die Teilnehmer zu Herzen. Ausgestattet mit Parkplänen erkundeten sie auf eigene Faust das grüne Paradies. Über 17 liebevoll benannte teilweise auch Abenteuer Brücken, durch Labyrinthe, entlang von Rosenhainen, durch Duftgärten und Schattenalleen bis hinauf zum Bhutantempel mit seiner Gebetsmühle führte die Entdeckungsreise. Wer aufmerksam war, konnte sogar einen japanischen Teepavillon entdecken oder den Ausblick vom Löwenberg genießen. Als Erinnerung an diesen außergewöhnlichen Ort erhielt jeder ein reich bebildertes Buch über den Park.
Am Nachmittag ging es weiter zum Brombachsee. Dort wartete bereits ein Trimaran-Schiff, das zu einer gemütlichen Rundfahrt einlud. Bei Kaffee, Kuchen und angeregten Gesprächen konnten die Gäste die Weite des Sees durch große Panoramafenster oder vom Sonnendeck aus genießen. Trotz einsetzendem Regen beim Einsteigen in den Bus waren alle guter Stimmung und beschäftigten sich mit besinnlichen Gedichte und dem gemeinsamen Nachspüren des Erlebten.
Besonders berührend war das Feedback einer Teilnehmerin, die erstmals an einer Fahrt dieser Art teilnahm: „So viel Freundlichkeit, so viel Miteinander – ich fühlte mich vom ersten Moment an willkommen. Diese Gemeinschaft war etwas ganz Besonderes.“
Der gemeinsam erlebte Tag voller Natureindrücke stimmte die Teilnehmenden dankbar und froh.