Mit der finanziellen Förderung von human aktiv in Höhe von 2500 Euro kann in Ulm wieder der Hitzebus fahren, um Menschen ohne Wohnsitz mit Wasser, Obst, Sonnencreme und Zuwendung zu versorgen.
Wenn die Temperaturen auf über 30 Grad steigen, wird das Leben im Freien schnell zur Belastung – und für Menschen ohne festen Wohnsitz zur Gefahr. Um genau diesen Menschen zur Seite zu stehen, schickt das Deutsche Rote Kreuz Kreisverband Ulm in den heißen Sommermonaten seinen Hitzebus auf die Straße. Ein rollendes Hilfsangebot, das nicht nur mit Wasser, Obst und Sonnencreme versorgt, sondern auch mit Interesse und Zeit.
Zwischen 12 und 16 Uhr fährt der Hitzebus an heißen Tagen durch das Ulmer Stadtgebiet. Gesteuert wird er von ehrenamtlichen Zweierteams, die gezielt Orte anfahren, an denen sich wohnungslose Menschen regelmäßig aufhalten. Im Gepäck sind Flaschen mit kühlem Wasser, frisches Obst, Sonnencreme, leichte Kleidung zum Wechseln – und das, was am meisten gebraucht wird: Zuwendung.
Die Helfer gehen auf die Menschen zu, bieten Gespräche an, hören zu, wenn jemand reden möchte, oder sind einfach präsent, wenn Worte fehlen. „Wir möchten nicht nur Hitze lindern – wir wollen zeigen, dass niemand unsichtbar ist“, sagt eine Ehrenamtliche, die beim Projekt von Beginn an mitfährt.
Die Kombination aus praller Sonne, fehlendem Zugang zu Trinkwasser und fehlenden Rückzugsorten kann für Menschen ohne Wohnsitz schnell lebensgefährlich werden. Hitzschlag, Sonnenstich und Kreislaufversagen drohen – und häufig bleibt die Not unbemerkt. Genau hier setzt der Hitzebus an: mit niedrigschwelliger Hilfe, die dort ankommt, wo sie gebraucht wird. Initiiert und umgesetzt vom DRK Ulm, versteht sich der Hitzebus als fester Bestandteil eines sozialen Netzes. Das Projekt lebt von freiwilligem Engagement und von Spenden - wie der Spende von human aktiv.