Sieben Gemeinden feierten gemeinsam mit Bischof Jürgen Gründemann und den beiden Bezirksvorstehern Frank Bolz und Lars Hechler den Gottesdienst am Sonntagmorgen, 16.08.2026 in der Kirche in Blaubeuren. Der Bischof sprach darüber, wie man sich unabhängig von der persönlichen Gefühlswelt an Gott freuen kann.
Fast alle Plätze der Kirche in Blaubeuren waren am Sonntagmorgen besetzt, da die Gläubigen der Gemeinden Asch, Ehingen, Laichingen, Machtolsheim, Riedlingen und Schelklingen zum Gottesdienst eingeladen waren.
Der gemischte Chor aller sieben Gemeinden setzte mit seinem Vortrag "Betende Hände braucht unsere Zeit" einen ersten Impuls, den Bischof Jürgen Gründemann aufgriff. Er rief alle Gottesdienstbesucher dazu auf, über das eigene Gebet zu reflektieren. Was man in den Fokus des Gebets sei ein Gradmesser für die Beziehung zu Gott und den Nächsten. Es gehe darum wie man seinen Glauben lebe und was einen Jeden persönlich beschäftige. Man könne sich prüfen, ob Gotteslob, die Bitte um Vollendung, Fürbitten im Gebet vorkommen, ohne sich selbst zu vergessen.
Das vorgelesene Bibelwort aus Philliper 4 Vers 4 " Freuet euch in dem Herrn allewege, und abermals sage ich: Freuet euch!" decke sich bei vielen Anwesenden nicht mit der persönlichen Lebensituation, vermutete der Bischof. Er sprach darüber, dass es nicht um die eigene Gefühlswelt gehe, sondern um den Schlüssel zur inneren Freude. Apostel Paulus habe die vorgelesenen Zeilen geschrieben, als er selbst im Gefängnis saß und um sein Leben bangen musste. Apostel Paulus Beispiel zeige, dass der Glaube unabhängig von den äußeren Umständen stark mache.
Dabei generiere sich die eigene Beziehung zu Gott nicht durch Leistung oder Anstrengung, sondern in dem man Gott vertraue. Wenn Gott in einem sein dürfe und einen von allen Seiten umgebe, gelinge eine feste Beziehung und der Zustand innerer Freude.
Bischof Gründemann nannte Egoimus als Feind jeder Beziehung. Wer ständig nur sich selbst sehe, solle seine Fähigkeiten benutzen, um seinem Nächsten zu dienen. Er riet den Gläubigen dazu, aufeinander zuzugehen, um Konflikte zu lösen.
Die beiden Bezirksvorsteher Frank Bolz und Lars Hechler wurden zum Predigtbeitrag aufgerufen.
Mit dem Hinweis, dass auch Sünde zu den Beziehungsfeinden zähle, beschloß der Bischof den Predigtteil und leitete zur gemeinsamen Feier des Heiligen Abendmahls über.
Nach dem Gottesdienst nutzen viele die Gelegenheit sich persönlich vom Bischof und den Bezirksvorstehern zu verabschieden.