In Biberach ist die Tagesstätte des Gemeindepsychiatrischen Zentrums GPZ die Anlaufstelle und Treffpunkt für Menschen mit psychischen Erkrankungen. Ende September hatte deren Leiterin einen ersten Scheck von human aktiv über 1800 Euro entgegen genommen. Nun bewilligte das Hilfswerk der Neuapostolischen Kirche Süddeutschland nochmals 4200 Euro und somit die maximale Einzelförderung mit insgesamt 6000 Euro im Rahmen des Förderschwerpunkts 2025, der Hilfe für psychisch erkrankte Menschen.
Waltraud Riek, die Leiterin der Tagesstätte des GPZ Biberach hatte bei der Übergabe des ersten Schecks den Gottesdienstbesuchern der Gemeinde Biberach einen kurzen Einblick in die Arbeit des GPZ gegeben. Nun bedankte Sie sich ganz herzlich für die weitere Spende und sprach eine Einladung in die Tagesstätte aus, um bei einem Besuch die von der Spende angeschafften Möbelstücke vorzustellen, und sich gegenseitig näher kennen zu lernen.
Die Tagesstätte ist ein offener Treffpunkt für Menschen mit einer psychischen Erkrankung, deren Angehörige und Freunde.
Hier besteht die Möglichkeit Kontakte zu knüpfen und Gemeinschaft zu erleben. Eine der häufigsten Begleiterscheinungen einer psychischen Erkrankung sei die Einsamkeit, so Frau Riek. Daher seien die Begegnungen und Gespräche in der Tagesstätte wichtig.
Ist ihre psychische Gesundheit (engl. ‚mental health‘) beeinträchtigt, sind Menschen oft antriebsloser, sorgen sich weniger um sich selbst, ihre Bildung, Arbeit und Teilhabe am sozialen Leben. Laut des Hohen Kommissariats der Vereinten Nationen für Menschenrechte (OHCHR) lebt weltweit jede zehnte Person mit einer psychischen Erkrankung – Tendenz steigend.(Quelle:DGVN).
In Deutschland sind jedes Jahr 27,8 % der erwachsenen Bevölkerung von einer psychischen Erkrankung betroffen . Das entspricht rund 17,8 Millionen betroffenen Personen, von denen pro Jahr nur 18,9 % Kontakt zu Behandlerinnen und Behandlern aufnehmen. Zu den häufigsten psychischen Erkrankungen zählen in Deutschland Angststörungen, gefolgt von affektiven Störungen und Störungen durch Alkohol- oder Medikamentenkonsum. (dgppn Stand Februar 2025).