Am 2. April fand in der Kirche Ulm-West für alle Interessierten ein eindrucksvoller Vortrag zum Thema mentale Gesundheit statt. Referent war ein psychologischer Psychotherapeut, der die Teilnehmenden auf eine „Reise ins Innenleben“ mitnahm.
Bereits vor Beginn wurden die Besucher eingeladen, über einen QR-Code aktiv an der Veranstaltung teilzunehmen. Rund 70 Streaming-Teilnehmer konnten mitmachen. Nach einem gemeinsamen Gebet startete der Vortrag.
Zu Beginn stellte der Referent eine Altersabfrage – mit einem bemerkenswerten Ergebnis: Die Teilnehmenden waren zwischen 14 und 89 Jahren alt. Dies zeigte das Interesse und die Relevanz des Themas über alle Generationen hinweg.
Das Ziel der Präsentation war klar formuliert: Verständnis schaffen, Orientierung geben, Mut machen und offene Fragen beantworten.
Ein erster interaktiver Einstieg erfolgte durch die Frage: „Was bedeutet mentale Gesundheit für dich?“ Begriffe wie Vertrauen und Zufriedenheit wurden von mehreren Teilnehmenden genannt und spiegelten die persönlichen Zugänge zum Thema wieder.
Im weiteren Verlauf erklärte der Referent, was unter psychischer Gesundheit verstanden wird. Sie gilt als beeinträchtigt, wenn anhaltende Belastungen den Alltag deutlich erschweren und Gedanken, Gefühle oder Verhalten stark beeinflussen. Häufige Erkrankungen sind Angststörungen, Depressionen und Suchterkrankungen.
Anschauliche Beispiele und gezielte Fragen machten die Inhalte lebendig und gut nachvollziehbar.
Ein weiterer Schwerpunkt lag auf der Entstehung psychischer Erkrankungen. Dabei wurde deutlich, dass jeder Mensch eine unterschiedliche Vulnerabilität (Verletzlichkeit) mitbringt. Im Alltag wirken verschiedenste Belastungen und Stressfaktoren auf uns ein. Wenn diese sich häufen und zu stark werden, kann dies zu psychischen Problemen führen.
Im Anschluss wurden konkrete Hilfen für den Alltag aufgezeigt, darunter die Pflege sozialer Kontakte, bewusste Ruhephasen sowie eine klare Tagesstruktur, die Stabilität und Orientierung gibt. Ebenso wurde betont, wie wichtig es ist, bei Bedarf professionelle Hilfe anzunehmen und eine möglichst positive Lebenseinstellung zu fördern.
Darauf aufbauend wurden verschiedene professionelle Hilfsangebote vorgestellt. Es wurde erläutert, wer in welchem Bereich unterstützen kann und welche Qualifikationen die jeweiligen Fachpersonen mitbringen.
Nach diesem intensiven ersten Teil folgte eine 40-minütige Kaffeepause, die Raum für persönlichen Austausch und Gespräche bot.
Im Anschluss konnten die Teilnehmenden persönliche Fragen stellen.
Eine vertiefende Betrachtung des Themas Angst bildete den Abschluss des Nachmittags.
Ein besonderer Dank gilt dem Referenten für den inspirierenden, verständlichen und praxisnahen Vortrag und allen, die mit ihrem engagierten Einsatz bei Organisation, Auf- und Abbau, Bewirtung sowie der technischen Umsetzung des Livestreams zum Gelingen der Veranstaltung beigetragen haben.
Der Nachmittag war geprägt von großem Interesse, wertvollen Impulsen und durchweg positivem Feedback aus dem Publikum.