Fünf Jugendliche der Gemeinde Senden sind Musiker im Jungen Bereichsorchester des Apostelbereichs Ulm, JUBO. Sie nahmen Mitte September an der Konzertreise nach Mezedonien teil und berichten von ihren Erlebnissen.
Erlebnisbericht von der Konzertreise des JUBOS nach Skopje:
"Vom 10.09.26 bis 14.09.26 fand die Konzertreise des JUBOS, dem Begleitet wurden wir durch unseren Apostel, Bischof und Hirten i.R. Heinz Keck.
Aus unserer Gemeinde sind fünf Jugendliche Teil dieses Orchesters. Donnerstag, 10.09.26: Treffpunkt um 12 Uhr am Flughafen Memmingen. Der Flieger geht zwar erst um 14:50, es ist aber schwer einzuschätzen wie lange die Zollkontrolle dauern wird. Skopje ist die Hauptstadt von Nordmazedonien, welches kein EU Mitglied ist. Somit müssen unsere Instrumente aus der EU ausgeführt und in Skopje eingeführt
werden. Entgegen aller Erwartungen und Befürchtungen klappt beim Zoll alles reibungslos, pünktlich um 16:50 landen wir bei 35 Grad in Skopje. Freudig begrüßen uns dort
der dortige Bezirksälteste und sein Sohn. Ein Bus bringt uns anschließend zum Hotel. Nach dem Abendessen haben wir noch ein wenig Zeit, die Stadt zu erkunden. Wir sind
direkt im Zentrum und haben alle Sehenswürdigkeiten, Einkaufsmöglichkeiten, Restaurants und Bars fußläufig erreichbar.
Freitag, 11.09.26: Nach dem Frühstück geht es zu Fuß in das „Museum des mazedonischen Kampfes“. Dort ist die Bibliothek für uns als Probenraum reserviert. Unser
Apostel beginnt unseren Probentag mit Gebet und Begrüßung. Nach anfänglichen Schwierigkeiten mit den vor Ort ausgeliehenen Kontrabässen und Pauken finden wir uns
musikalisch immer besser zusammen. Mittags versorgt uns der dortige Bezirksälteste mit regionalem Essen, das ortsüblich sehr deftig und mächtig, aber sehr lecker ist.
Nachmittags besucht uns dann unser Bezirksapostel, der ein paar Worte an uns richtet, in denen er den Wert der Gemeinschaft der Gotteskinder hervorhebt.
Diese Gemeinschaft dürfen wir noch am gleichen Tag am Abend im Gottesdienst in besonderer Weise erleben. Nach dem Abendessen im Hotel holt uns ein Bus ab und fährt
uns zu unserer Kirche in Skopje. Dort haben sich die Geschwister aus Skopje, aber auch aus anderen Ländern des Balkans versammelt. Die Geschwister selbst haben sich
teilweise jahrelang nicht gesehen und so ist die Stimmung ausgelassen. Im Gottesdienst übernehmen wir vom JUBO den Chor und stellen ein kleines Instrumentalensemble.
Unser Bezirksapostel dient uns mit dem Gleichnis vom reichen Kornbauern (Lukas 12). Er unterstreicht zunächst den gemeinsamen Glaubensweg, der alle die am Gottesdienst
teilnehmen verbindet, auch wenn die Entfernungen und Unterschiede groß seien. Anschließend hebt er die Gemeinschaft hervor, im Gottesdienst, im Kontakt untereinander und
in der Verbindung zu Gott. Im Gegensatz zum reichen Kornbauern, der alles mit sich selbst ausmacht, teilt Jesus Christus mit uns sein Erbe. Unser Apostel ergänzt in seinem
Predigtbeitrag, dass es dabei egal ist wie reich oder arm die Geschwister sind oder wie groß die Gemeinde ist.
Nach dem Gottesdienst singen wir noch einige Lieder, bis sich unsere Geschwister vom Bezirksapostel, Apostel und Bischof verabschiedet haben. Nach zahlreichen Fotos,
Umarmungen und freudigem Austausch fährt uns unser Bus zurück ins Hotel. Der restliche Abend ist zur freien Verfügung.
Samstag 12.09.26: Nach Frühstück und Beginn durch unseren Apostel geht es für die Generalprobe wieder ins Museum. Dieses mal spielen wir im großen Foyer, in dem
um 19:30 auch das Konzert stattfinden wird. Das Konzert ist öffentlich und wir erkennen hauptsächlich unsere Geschwister wieder. U.a. unsere Geschwister aus Serbien
und Kroatien haben ihren Aufenthalt in Skopje extra um einen Tag verlängert um beim Konzert dabei zu sein. Im Konzert spielen außer dem JUBO eine Soloquerflöte, ein
Streichquartett mit Klavierbegleitung und ein Chor, der mazedonische Volkslieder singt. Nach rund 2 Stunden geht das Konzert in den gemütlichen Teil über. In der Bibliothek
haben unsere Geschwister Getränke und Snacks aufgebaut und wir verbringen dort den restlichen Abend. Nach anfänglicher Unsicherheit entstehen schöne und freudige
Gespräche mithilfe von Geschwistern die übersetzen, oder auf Englisch oder Deutsch.
Sonntag 13.09.26: Auch diesen Tag beginnen wir nach dem Frühstück mit unserem Apostel. Es ist ein Ausflug zum Matka Canyon geplant. Mit im Bus sind 5 Jugendliche
aus dem Gemeinde Skopje, die am Vorabend durch Zufall von unserem Ausflug erfahren haben. Auch unser Apostel und unser Bischof begleiten uns zum Canyon. Dort
verbringen wir den Tag mit wandern, Boot und Kajak fahren.
Für unseren letzten Abend in Skopje hat Hirte Keck einen mazedonischen Abend im Kellergewölbe des Hotels organisiert zu dem auch zwei mazedonische Vorsteher eingeladen
sind. Zum sehr leckeren regionalen Essen passt die Live Musik eines mazedonischen Trios aus Klarinette, Ziehharmonika und Trommel perfekt.
Nach der Verabschiedung der beiden Vorsteher beschließen wir den Abend in kleinen Gruppen und beschäftigen uns mit dem, was wir erlebt haben. Abschließend präsentiert
jede Gruppe Ihre Ergebnisse. Je mehr die Gruppen berichten desto ruhiger und ergriffener wird die Stimmung. Am Ende überwiegt die Dankbarkeit, für das Erleben am vergan-
genen Wochenende und für die außergewöhnliche Gemeinschaft im JUBO.
Montag 13.09.26: Um 04:00 morgens holt uns der Bus vom Hotel ab. Auch beim Rückflug klappt beim Zoll überraschenderweise alles problemlos und so landen wir um
08:45 in Memmingen am Flughafen.
Nach einem gemeinsamen Lied für die Zollbeamten in Memmingen verabschieden wir uns voneinander und werden müde von unseren Eltern abgeholt.
Wir hoffen, dass wir euch durch diese Zeilen ein wenig von der Freude aus Skopje mitbringen konnten. (P.R.)"